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Illustration auf der eine Person Bilder aus einem Tablet zieht

image+ platform for
open art education

01.03.2024

Breaking Frames – Digitale Bildarchive als Handlungsfelder zur Vermittlung von Kunst(geschichte) am Puls der Zeit

#YouthMediaLife Conference 2024, Interdisciplinary Perspectives on Digital Practices
25.–28.03.2024, Universität Wien

Vortrag von Eva-Maria Schitter, Petra Weixelbraun

27.03.2024 - 11:30
Universitätsring 1
1010 Vienna

Programm: https://youthmedialife2024.univie.ac.at/programme/academic-programme/book-of-abstracts/

Digitale Bildarchive der Bildenden Kunst sind im Unterrichtsalltag zumeist lediglich Mittel zum Zweck. Selten steht der digitale Raum, in dem künstlerisches und kunstgeschichtliches Bildmaterial konsumiert wird, selbst im Zentrum der Auseinandersetzung. Jedoch dienen digitalisierte Bestände längst nicht mehr nur der Dokumentation und Aufbewahrung, sondern nehmen eine wesentliche Funktion in der öffentlich zugänglichen Kunstvermittlung am Bild ein. Digitale Bildarchive sind aber - so die These - im Kontext experimenteller Lernerfahrung rund um Kunst viel mehr als bloß Vehikel zur Lehre von historischem Faktenwissen.

Ausgehend von Spivaks Konzept des Unlearnings ergeben sich folgende Fragestellungen: Wie können wir im Umgang mit digitalen Bildarchiven eine Sensibilität für Leerstellen in der kanonischen Bildsprache der Kunst und ihrer Geschichte schaffen? Wie können wir im Rahmen der (Kunst-)Vermittlung dazu beitragen, die habitualisierten und erlernten Machthierarchien aufzubrechen und eine antidiskriminierende und machtkritische Zukunft der Kunst(-geschichte) zu konzipieren?

Der Forschungsschwerpunkt Kunstpädagogik im Projekt „image+ Platform for Open Art Education” versucht diese Fragen aufzuarbeiten und sie zusammen mit Studierenden des Lehramtfaches Kunst und Design und ausgebildeten Kunstvermittler*innen in digitale Bildarchive didaktisch mit Gamification-Elementen einzubetten. Daraus entwickelten sich in mehreren Workshops spielerische Vermittlungskonzepte und Methoden, deren Ziel es ist, gemeinschaftliche Handlungsfelder im Kontext der genannten Fragestellungen zu bieten und für das post-digitale Zeitalter relevante Kompetenzen rund um Bildpluralismus anzubahnen.

Der Vortrag spannte einen Bogen von der Auseinandersetzung mit medienpädagogischen und machtkritischen, theoretischen Fragestellungen zu praktischen, gemeinsam erprobten Strategien, die dazu ermutigen, das digitale Bildarchiv als spielerischen Lernort zu benutzen und eröffnet einen Raum für zukunftsorientierte Qualifikationen, die im 21. Jahrhundert dringend benötigt werden.